Kat_TCVB/ Dezember 5, 2018/ Theater, Zeitungsartikel/ 0Kommentare

Noch hakt es bisweilen mit der Textsicherheit, doch die Laiengruppe des TCV Bechtolsheim ist sich sicher: „Wir liefern ab!“ Dieses Mal beim Stück „Der verarmte Erbonkel“. | von Pauline Kopf


Am Bühnenrand stapeln sich Tüten, Werkzeuge und Kulissenteile. Der Bau des Bühnenbildes ist fast abgeschlossen, nur noch einige Details fehlen. Ein schwarzer Vorhang verhüllt Teile der oberen Bühnenelemente. Eine Woche vor der Premiere soll die Kulisse noch verborgen bleiben.

Inmitten der restlichen Bauteile proben die Laienschauspieler des Theater- und Carnevalvereins Bechtolsheim ihr neues Stück „Der verarmte Erbonkel“. Laut und lustig geht es dabei zu. Der Großteil der zwölf Schauspieler zeigt sich textsicher, aber gelegentlich ist da ein verstohlener Blick ins Drehbuch. Manch ein Versprecher, Texthänger und Nachfragen bei der Souffleuse Marion Kopf zeigen, dass die letzte Probewoche noch gebraucht wird. „Ei wann probe märn dann die nächscht Woch noch emol?“, fragt Annette Diel, Leiterin der Theatergruppe, in die Runde. Die Mundart geht den Schauspielern leicht über die Lippen. Da passt es, dass auch das Stück „Der verarmte Erbonkel“ im „Rhoihessische Platt“ auf die Bühne gebracht wird. Vor den Auftritten stehen noch Sonderproben an. „Wir sind schon immer erst auf den letzten Drücker fertiggeworden, aber wir liefern ab!“, sagt die Erste Vorsitzende des Vereins, Katharina Kopf, die selbst Teil der Laiengruppe ist.

Auf die Bretter kommen auch in diesem Jahr zwei Stücke. Neben „Der verarmte Erbonkel“ von Erich Koch auch „Bella Italia – Schöne Ferien“ von Manfred Stanzel. Ersteres handelt von zwei ewig streitenden Schwestern und ihren Gaststätten. Der „Rote Ochse“ und der „Weiße Ochse“ liegen fast Haus an Haus und sind beide hoch verschuldet. Dass dann Erbonkel Paul zu Besuch kommen will, erscheint zunächst wie die Rettung. Doch sein Vermögen ist aufgebraucht und nur als Gegenleistung für harte Arbeit bekommt er Unterschlupf bei seinen Nichten. Nebenbei versucht er, dem jungen Rolf alias Ramazotti bei seinen Herzensangelegenheiten zu helfen. Ob das gelingt und ob Paul sich aus seiner prekären Situation befreien kann, ist ab dem kommenden Adventswochenende im Schützenhaus in Bechtolsheim zu sehen.

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