Kat_TCVB/ Februar 26, 2019/ Fastnacht, Zeitungsartikel/ 0Kommentare

Der Theater- und Carnevalverein, TCV, Bechtolsheim feiert ihre Prunksitzung auf Hawaii im ausverkauften Schützenhaus: Mit Bermuda-Hemd und Sonnenbrille durch das sechsstündige Fastnachtsprogramm.| von Roswitha Wünsche-Heiden


BECHTOLSHEIM – Anscheinend keinen Mangel an Aktiven gab es in Bechtolsheim, sodass die Verantwortlichen des Theater- und Carnevalvereins Bechtolsheim mühelos ein fast sechsstündiges Programm auf die Bühne brachten. Kein Wunder, denn die Prunksitzung fand diesmal auf Hawaii statt. Mit Blütenkränzen für die Zuschauer sowie Sonnenbrillen und Bermuda-Anzügen für den Elferrat präsentierte man inmitten von Tänzen und Musikbeiträgen stolze sieben Vorträgen im ausverkauften Schützenhaus.

Politik
Wie sich’s gehört, wurde zu Beginn Protokoller Helmut Maas auf die Bühne eskortiert und ließ wissen, was er im vergangenen Jahr von Vereinsinterna über Ortsereignisse bis zum Wahlappell an Bemerkenswertem zusammengetragen hatte. Büttentauglich gereimt kamen Grüße von Marion Hirsche im Namen der Delegation der befreundeten „Cottbusser Narrenweiber“, ehe Sitzungspräsident Marc Wolf als strammer „Kerweborsch“ höchstselbst in die Bütt stieg. „Wem gehört die Kerb?“, rief er in den Saal. „Unser!“, schallte es ordnungsgemäß zurück. Weiter ging’s mit Geschichten von der Tante aus Frankfurt, von Leuten, die man nicht leiden kann, und Dingen, die einem auf der Kerb, dem anderen wichtigen Ortsfest, begegnen können. Standing Ovations und Zugabe-Rufe waren der Dank. Klar, dass das nur das Beelser Kerbelied mit Ziehharmonika-Begleitung sein konnte.

Kokolores
Zu später Stunde schwebte noch eine „rhoihessische Fee“ auf die Bühne. So ein zartgliedriges, liebenswürdiges Wesen, das einem drei Herzenswünsche erfüllt? Ach nein, eher im Gegenteil. Selbst nicht mehr ganz taufrisch und vom Leben zerzaust, erzählte sie von missglückten oder missverstandenen Wünschen, ermahnte das unaufmerksame Publikum und machte immer wieder den Störer von Tisch B7 rund. Verena Lehn eben, auch zu vorgerückter Stunde noch Garantin für eine böse Lachnummer.

Musik
Neben der Sitzungskapelle „Seasons“, die für Tusche und Schunkelrunden verantwortlich zeichnete, sorgten „De Aa, de Anner, die Anner und de ganz Anner“ für typische Beelsemer Stimmung und die „Calcium Combo“ mit ihrer Playbackshow und „Cordula Grün“ auch diesmal für den Stimmungshöhepunkt am Ende der Sitzung.

Tanz
All dies wechselte sich ab mit Tanzdarbietungen, von denen schon die Kostüme eine Augenweide waren. Sinnvoll hatte man nach dem Garde-Tanz der Armsheimer Laterncher als Eröffnung die Darbietung von „Power Zone“(Landfrauenverein Bechtolsheim) gesetzt, die unter dem Titel „So schön ist die Welt“ mit allerlei Weltkugeln Lust auf eine Weltreise machten. Mit aufwendigen Kostümen entführten weitere Gruppen die kräftig mitklatschenden Zuschauer ins Reich der Pharaonen, der Indianer oder gar ins Weltall.

So etwa die Showtanzgruppe „Reloaded“ vom TV Undenheim: Der Schwarzlichteinsatz brachte die fantasievollen Schamanenkostüme optimal zum Leuchten. Aus dem Ozean der Möglichkeiten hatte man kraftvoll-archaische Bewegungen für die Choreographie ausgewählt und reizte die Bühnenhöhe bei den Hebefiguren optimal aus. Schade, dass die „Dancing Chicks“ mit ihrem Wunschbild von „Sommer, Sonne, Sonnenschein“ auf Abschiedstournee waren!
Dafür kann man sicher auch nächstes Jahr auf die „Expressivos“ des heimischen Freizeitsportvereins zählen, der in Squaw-Kostümen den Saal zum Vibrieren brachte.

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